In
ihrem Gesprächskonzert „Tango, Geschichte und
Geschichten“ spielt und erzählt Helena Rüegg
mit ihrem Bandoneon die Geschichte und
Geschichten, die um den Tango kreisen. In
Bandoneon-Soloarrangements zeigt sie die
verschiedenen Facetten dieses Instruments, das
weltweit mit dem Tango identifiziert wird.
Weniger bekannt ist, daß das Bandoneon, in
Deutschland Bandonion genannt, Mitte des
19.Jahrhunderts von Carl Zimmermann in Carlsfeld
(Erzgebirge) entwickelt wurde, um auf
Kirchenprozessionen die Orgel zu ersetzen.
Schnell wurde das sogenannte Bergmannsklavier
sehr populär, als es von Bergleuten in ganz
Deutschland verbreitet wurde.
Bis in
die 1930er Jahre gab es in Deutschland mehr
Bandonion- als Fußballvereine.In diesen
Bandonionvereinen und Fabriksorchestern wurde
nach der Arbeit untertage zum Tanz aufgespielt.
Mit
Liedtexten aus Helena Rüeggs Tangobuch und
Anekdoten von ihren zahlreichen Reisen nach
Buenos Aires und Montevideo rundet sie ihr
Gesprächskonzert ab und vermittelt, warum
weltweit der „traurige Gedanke, den man tanzen
kann“ (E.Discepolo) so viele Zuhörer und Tänzer
in seinen Bann zieht.
Siehe auch